Zen Road
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Zen-Unterweisung

 

Hier finden Sie Texte und Biographien der Zenmeister Kodo Sawaki, Taisen Deshimaru, Kojun Kishigami Osho und Philippe Coupey.


[Bild des „Heimatlosen“ Kodo Sawaki, wie er, gestützt auf einen Stock, alles mit sich trägt, was er zum laufen braucht]

Kodo Sawaki (1880 - 1965) war einer der einflussreichsten Zen-Meister der Soto-Schule im 20. Jahrhundert. Eine starke Persönlichkeit, unkonventionell, manchmal respektlos, gab er dem japanischen Zen seine ursprüngliche Frische zurück, nachdem es sich in einem Wust von Ritualen und Vetternwirtschaft verheddert hatte. Er legte allen Nachdruck auf Shikantaza (einfach nur Sitzen), war unermüdlich bemüht, die Praxis Laien wie Ordinierten gleichermaßen nahe zu bringen, und lehrte, dass Zazen und Satori eins sind – betonte dabei aber, dass Zazen „nichts bringt“. Weiter lesen...

 
[Bild eines jungen, dynamischen Deshimaru am Anfang seiner Zeit in Europa]

Man nannte Mokudo Taisen Deshimaru (1914 - 1982) den „Bodhidharma von heute“. Denn er hatte eine beeindruckende Persönlichkeit, praktizierte kompromisslos Zazen und pflanzte als Pionier das Samenkorn des authentischen Zen in einem neuen Land (in diesem Fall in Europa).

Genau wie schon vorher sein Meister Kodo Sawaki bestand er darauf, der sitzenden Haltung, Zazen, große Bedeutung zuzumessen. Seine Unterweisung - unmittelbar, konkret und im alltäglichen Leben verwurzelt - ermutigte Schüler über das Denken hinauszugehen, (hishiriyo) keinen persönlichen Vorteil zu suchen (mushotoku) und der kosmischen Ordnung „natürlich, automatisch und unbewusst“ zu folgen. Weiter lesen...

 
philippe coupeyPhilippe Rei Ryu Coupey ist ein Zen Mönch in der Sōtō-Tradition in Europa, einer Lehre, welche direkt von Meister an Schüler weitergegeben wird und dessen Praxis das Shikantaza ist: einfaches Sitzen ohne Ziel, ohne Gewinnstreben.

Er wurde in New York geboren und wuchs in verschiedenen Privatschulen in Europa auf. Anschließend begann er in den Vereinigten Staaten ein Literaturstudium an der St. Lawrence University und nahm eine Reihe von verschiedenen Jobs an, u.a. Urianiumsuche in New Mexiko und Sozialarbeiter in den New Yorker Bronx. 1972 begegnet Philippe Coupey Meister Taisen Deshimaru in Paris und wird einer seiner engen Schüler. An dessen Abschriften und Lehren arbeitend folgt er Meister Deshimaru bis zu dessen Tod im Jahr 1982. Seitdem fährt er fort, innerhalb der Association Zen International (AZI) die Praxis des Zen zu lehren.

Rei Ryu Coupey ist heute Lehrer und spirituelle Bezugsperson für über dreißig Dojos in Frankreich, Deutschland, England und der Schweiz.

Seit jeher praktiziert und lehrt er Zazen im Dojo Zen de Paris, dessen Vize-Präsident er ist, sowie in der Zen-Gruppe ‚Seine Zen’ in Paris als auch auf zahlreichen von seinen Schülern der ‚Sangha ohne Bleibe’ organisierten Sesshin (Perioden intensiver Zazen-Praxis) in Frankreich und Deutschland. Diese finden in angemieteten, einfachen Räumlichkeiten auf dem Land statt, da die Sangha keinen eigenen Tempel besitzt und dies auch nicht für nützlich hält.

Coupey ist ebenfalls einer der Mitgründer von Zen Einfaches Sitzen, einem Zusammenschluss alter Zen-Schüler in der Deshimaru Linie, die ein tiefreligiöses Zen praktizieren und dabei auf klerikale Hierarchien, Rituale und Zeremonien verzichten.

 


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